Swasiland / Eswatini

Im März 2019 empfängt uns SWASILAND/ESWATINI mit Dauerregen, Nebel, frostiger Kälte, Allgäu-Hügeln und kilometerweiter Forstwirtschaft. „… gehört dem König, Mswati III!“ Auf gravel road im Matsch erreichen wir den MALOLOTJE National Park, als einzige Gäste.

Je weiter wir nach Süden und runter von den Bergen kommen, desto mehr lässt der Regen nach. Im MLILWANE Wildlife Sanctuary erwartet uns australischer Eukalyptus-Wald. Säbel-Antilopen, Waterboks und Krokodile – eine interessante Mischung. Gewitter und Sonnenschein wechseln sich ab, die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch. Uns läuft das „Schwitzwasser“ ungefiltert aus allen Poren.

Der Nachtwächter vom Park wohnt direkt neben uns, auf der Campsite, in seinem traditionellen Haus. Dies veranlasst uns, das EINZIGE Museum von Swasiland in LOBAMBA zu besuchen, um mehr über die Traditionen und das Land zu erfahren. Leider haben wir das traditionelle Marula Fest um 2 Tage verpasst. Frauen in traditionellen Kostümen bringen ihr gebrautes Marula-Bier in 20l Kanistern auf dem Kopf getragen und feiern und tanzen 3 Tage lang. Wir dürfen das Bier probieren – es schmeckt, na ja, der Schwabe würde sagen „des isch amol ebbes ganz anders“ – ziemlich streng, sauer, hefig, am ehesten wie Most. Das Museum ist klein, erzählt aber von traditioneller Bauweise, „Jagd- und Kriegs-Kleidung“, Fauna, Flora, Landschaftszonen und Landwirtschaft.

Die 1,4 Mio Einwohner leben am Existenzminimum, während der König für sich und seine 14 Frauen 15 Rolls Royce und 80 BMW einkauft. Dafür ist er noch bescheiden. Sein Vater hatte 84 Frauen!

Vermutlich lässt sich auch dadurch erklären, wieso so viele Tierfallen ausgelegt waren. Die überwiegende Landbevölkerung konnte sich über das Fangen von Tieren entweder ein zusätzliches Einkommen verdienen oder Fleisch auf den eigenen Tisch bringen. Durch das Einrichten der Schutzgebiete für die wilden Tiere werden diese nun zwar geschützt und ihre Ausrottung verhindert. Die Situation der Menschen hat sich dadurch verschlechtert.

Das hindert sie jedoch nicht daran, ausgiebig zu feiern und ihre traditionellen Tänze und Gesänge zu pflegen. ALLE Mitarbeiter des Mlilwane Parks studieren nachmittags in ihrer freien Zeit Tänze und Gesänge ein. Wie wir später erfahren, ist die Truppe zu einem internationalen Tanzfest nach Namibia eingeladen. Wir hätten die Show auch gerne gesehen…

Im HLANE National Park begegnen uns VIELE Breitmaul-Rhinos. Da bleiben wir doch gerne auch für länger wartend auf der Straße stehen und genießen die Situation, ohne die Tiere zu stören. Neugierig sind sie allemal, aber auch sehr scheu. Danach verlassen wir Swasiland. Es ist landschaftlich bei weitem nicht so spektakulär wie Lesotho, trotzdem reizvoll.